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Zeichen der Zeit erkennen

Kolpingwerk Deutschland verweist auf Vorbild des seligen Adolph Kolping

 

 

„Wir dürfen uns nicht fatalistisch zurücklehnen in dem Glauben, die Gesellschaft nur durch das Gebet ändern zu können. Als Christ habe ich zusätzlich die Verpflichtung, aufmerksam am Leben meines Nächsten teilzunehmen.“ Klare Worte vom Bundespräses des Kolpingwerkes Deutschland, Monsignore Ottmar Dillenburg.

Ergänzend zu der Warnung des Pariser Kardinals Andre Vingt-Trois, Spiritualität und soziales Engagement nicht gegeneinander auszuspielen, verweist der Bundespräses auf das Vorbild des seligen Adolph Kolping: „Sein entschiedener Glaube, sein Wirken als Christ in der Welt, sein Bemühen um aktive soziale Mitverantwortung und Mitgestaltung, seine Art und Weise des Umgangs mit dem anderen, seine konkrete Zuwendung zum Nächsten – diesem Beispiel gilt es nachzufolgen.“ Kolping sei „tüchtiger Christ“ und „engagierter Praktiker“ gewesen. Dies gelte es auch heute zu vereinen.

Angesichts der Wirtschafts- und Finanzkrise hatte Kardinal Andre Vingt-Trois zu einer grundlegenden Änderung des Lebensstils aufgerufen. «Wir müssen unser Konsumverhalten überdenken», sagte Vingt-Trois der französischen katholischen Tageszeitung „La Croix“. Dabei gehe es um die Frage, welche Haltung die Menschen zu Geld oder zu einem auf ständiges Wachstum ausgelegten Wirtschaftssystem einnehmen sollten.

Es stelle sich auch die Frage, wie die Jungen mit Blick auf ihre Abhängigkeit vom Konsum erzogen werden sollten. Christen unterschieden sich dabei nicht unbedingt in ihrem Handeln, aber in dessen Wurzeln, von anderen Teilen der Bevölkerung. „Eindeutig: Die Frage nach der Aktualität des Wirkens Adolph Kolpings ist nicht bloß abstrakte Spielerei“, betont  Dillenburg. „In der Arbeit und Entwicklung unseres Verbandes müssen wir die Zeichen der Zeit erkennen und dabei unsere religiöse Fundierung und Identität nicht verlieren.“
 

 

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