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Familiensonntag

Kolpingsfamilie feiert mit vielen Gästen

Bei bestem Spätsommerwetter strömen viele Besucher zum Familiensonntag
beim Kolpingheim auf dem Gauger.

Der letzte Sonntag nach den Schulferien ist ein Höhepunkt im gesellschaftlichen Leben der Kolpingsfamilie. Zum 36. Mal lud die Kolpingsfamilie Jung und Alt zum Gottesdienst und Beisammensein zum Kolpingheim ein. Dieses Jahr wurde auch der 40 Jahre gedacht, die seit der Einweihung des Erweiterungsbaus vom kleinen Hüttle zum heutigen Kolpingheim vergangen sind. Die Eucharistiefeier, zelebriert von Pfarrer und Präses Schmollinger und Bezirkspräses und Diakon Elmar Schmeh, erfuhr bereits eine große Beteiligung von Mitfeiernden. Die Trossinger Bläserbuben unter Leitung ihres Dirigenten Oliver Helbich bereicherten den Gottesdienst musikalisch und dehnten ihr Spiel bis nach dem Mittagessen aus.

Zu Beginn des Gottesdienstes begrüßte die Vorsitzende Andrea Lienhard die Besucher und im Besonderen die Ehrengäste, darunter auch ehemals engagierte Handwerker-Mitglieder am Erweiterungsbau. Präses Thomas Schmollinger freute sich über die große Zahl an Mitfeiernden und über das herrliche Wetter, das wie in den Vorjahren dieses Fest im Freien ermöglicht. Der Vorsitzende des Trägervereins des Kolpingheims, der „Freizeit – und Bildungsstätte der Kolpingsfamilie Trossingen e.V.“, Martin Jörg, gab dann in einem Dialog mit dem 10-jährigen Aaron Pattloch viele Details zur Entstehungsgeschichte des Kolpingheims preis. Ines Rabus, pastorale Mitarbeiterin der Kirchengemeinde und Kolpingmitglied, betonte den Wert des Zusammenhaltens in Gemeinschaften, in Familien und in der gesamten Gesellschaft anhand eines eindrucksvollen Experiments: ein Bündel dünner Holzstäbe sollte durchbrochen werden – weder ein Junge noch ein Männerhändepaar schafften dies! Das Bündel durchschnitten, war jedes einzelne Holzstück leicht zu zerbrechen. Anschließend wurde aus einzelnen Bausteinen unter Mithilfe von Jugendlichen ein kleines Haus gebaut, wozu jeder Stein eine Bedeutung hatte, damit das Haus nicht auf Sand gebaut sei: Vertrauen, Offenheit, Zuhören, Geselligkeit, Frieden usw.  In der Predigt ging Pfarrer Schmollinger noch einen theologischen Schritt weiter und wies darauf hin, dass Jesus der eigentliche Eckstein eines Gebäudes sein sollte, damit es bei Sturm und Flut nicht einstürzt; er setzte diesen letzten Eckstein unter das zuvor erstellte Haus.

Die Fürbitten übernahmen Mitglieder aller Generationen. Pfarrer Schmollinger kündigte an, dass die anschließende Kollekte durch die Kolpingsfamilie verdoppelt und der Betrag dann den beiden Kindergärten St. Josef und Don Bosco gespendet wird. Patricia Dorndorf und Marianne Zink banden den Gottesdienst mit einem tiefgehenden Schlussimpuls ein.

Gleich anschließend betonte Bürgermeister Dr. Clemens Maier, dessen ganze Familie mitfeierte, dass die Trossinger Kolpingsfamilie wirklich Zukunft habe, wie es auf dem Transparent über dem Eingangsbereich stehe; die Gemeinschaft gehöre als wichtiger Aktivist zum gesellschaftlichen Leben der Stadt. Er hob insbesondere die alljährliche Spendenbereitschaft der Kolpingsfamilie an soziale Einrichtungen aus ihren Aktionen, wie Pfingstmarkgartenfest oder Weihnachtsmarkt, hervor.

Mitglieder des Jugendteams der Kirchengemeinde bedienten die vielen Gäste zum Mittagessen und zum Kaffee; das Centro Italiano bereicherte das Essenangebot aus dem Pizzawagen.

Ab 13 Uhr mussten die beiden Pferde der Reitschule Hoffmann eine große Ausdauer beweisen, denn das „Ponyreiten“ ist doch so beliebt! Kinderschminken, Hüpfburg und Luftballonwettbewerb sowie ein Kolping-Quizz mit Fotos „von damals“ rundeten das Angebot für junge Besucher ab.

Die Kolpingsfamilie dankt all den vielen Gästen für ihr Kommen und die Begegnungen, die für einen gesellschaftlichen Zusammenhalt so wichtig sind.

Walter Haas - Kolpingsfamilie Trossingen