Ukraine

Hilfe für Menschen in Not

Mit großer Bestürzung blickt die Welt in die Ukraine. Unsere Gedanken gelten den Menschen dort, darunter rund 700 Kolpingschwestern und Kolpingbrüder. Wir sind ihnen im Gebet und mit aktiver Unterstützung verbunden.

 

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Einladung zum
49. Pfingstmarkt - Gartenfest
der Kolpingsfamilie
am Pfingstmontag,  6. Juni 2022
Rathausplatz in Trossingen

Vor 50 Jahren, also am Pfingstmontag 1972, organisierte die Kolpingsfamilie zum ersten Mal ein gastronomisches Begleitangebot zum Pfingstmarkt. Es waren vor allem die Mitglieder der Jungkolpinggruppe von Dieter Hornung, die sich daran wagten, den Martkbesuchern eine Auszeit bei einem gemütlichen Hock bei Fassbier, Bratwurst und Musikunterhaltung zu bieten. Dies geschah nicht wie heute, auf dem Rathausplatz, sondern unter blühenden Obstbäumen in „Auberles Garten“, also hinter dem heutigen Museum Auberlehaus, auf der grünen Wiese, wo heute der Parkplatz der Musikhochschule liegt! Schnell wurde den jungen Mitgliedern bewusst, dass die Resonanz seitens der Marktbesucher weit größer war, als angenommen. Rasch wurden die älteren Mitglieder zur Unterstützung gerufen und es war bei herrlichem Frühlingswetter ein toller Erfolg. Als nach einigen Jahren die Stadt die Wiese für den neuen Parkplatz der Hochschule benötigte, konnte die Kolpingsfamilie 1976 auf den Rathausplatz umziehen.

Nach zweijähriger Pause geht es nun mit dem 49. Pfingstmarkt - Gartenfest am Pfingstmontag wieder weiter.

Mehr Info’s  zu den kommenden Veranstaltungen gibt es
 -----Hier-----

 

BMin Irion - 551

Kommunalpolitik bei Kolping aus erster Hand

Die Vorsitzende der Kolpingsfamilie, Andrea Lienhard, konnte am 10. Mai 2022 im Kolpingheim die Trossinger Bürgermeisterin Susanne Irion begrüßen und sich über ein voll besetztes Haus freuen.

In 45 Minuten unternahm Frau Irion einen Ausblick in die Zukunft von Trossingen, wobei sie anhand von Schaubildern die demoskopischen Grundlagen für die Zukunftsprognose schilderte. So verläuft in Trossingen die Bevölkerungspyramide ganz anders als anderswo: zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr hat Trossingen einen Frauenüberschuss und insgesamt übersteigt die Zahl der 20 bis 40jährigen die geburtenstarken Jahrgänge der 50er-Jahre.

Trossingen hat doppelt so viele Kinder, als der Landesdurchschnitt ausweist! Auch die Geburtenrate mit über 2 Kindern pro Frau liegt Trossingen über dem Durchschnitt. Dies bedeute für die Schul- und Kindergartenplanung, dass die Stadt aus sich heraus wächst. Aus ihrer Sicht sollte dieses Wachstum aber 5-6 % nicht überschreiten. Zum Bevölkerungswachstum nennt Frau Irion folgende Entwicklung: 1995 hatte Trossingen 14 000 Einwohner, seit 2020 sind es über 17 000. Das prognostizierte Wachstum bis 2040 liege für die Verwaltungsgemeinschaft im Bereich von 23 000 Einwohnern, für Trossingen bei 21 000. Der Ausländeranteil beträgt hier 22.5 %, in Baden-Württemberg 16 %. 2013 war der stärkste Zuwachs an Ausländern zu verzeichnen; seit 2020 ist eine Stagnation der Zuwanderung erfolgt. 2022 sind bisher 180 Ukrainer in Trossingen eingetroffen. Diese Entwicklung stelle Trossingen vor die Herausforderung, wie die Integration dieser Menschen mit Migrationshintergrund gelinge.

Zur Siedlungsentwicklung wies Frau Irion darauf hin, dass hier eine Verdichtung der Bebauung anzustreben sei. Dafür sollten vorhandene Erholungsflächen wie der Stadtpark oder das Gebiet „Gauger“ gut und schöner gestaltet werden.

Zur Schul- und Bildungsentwicklung stellte Frau Irion anhand der demoskopischen Zahlen fest, dass bis 2030 etwa 20 % mehr Krippenkinder da sein werden, was eigentlich 9 zusätzliche Krippen- und Kitaplätze notwendig mache. Die Werkrealschule werde aus dem Gebäude der Löhrschule durch Neubau an den Campus beim Gymnasium angegliedert. In die zu renovierende Löhrschule ziehe die Grundschule aus der Rosenschule um. Gymnasium und Realschule müssen erweitert werden. Eine große Sporthalle soll in jenem Schulzentrum neu erstellt werden. Die Grundschule Friedensschule wird zur Ganztagsschule umgebaut.

Die geschätzten Kosten für all die erforderlichen Bauprojekte schätzt Frau Irion auf 70 Mill. Euro. Die wachsende Einwohnerzahl bedeute auf der Finanzseite auch höhere Schlüsselzuweisungen, Anteile an der Einkommensteuer und Ausgleichsstock-Zuwendungen. Für den bis 2035 ansteigenden Anteil der Senioren über 65 auf 42 % sollten bestehende Angebote ausgeweitet und Pflegeplätze neu geschaffen werden.

Schließlich ging die Bürgermeisterin auf die Situation in der Innenstadt und im Einzelhandel ein. Einem guten Einzelhandelssortiment stehe eine zum Bundesdurchschnitt relativ niedrige Kaufkraft gegenüber. Das Wachstum des Online-Handels sei wohl nicht aufzuhalten und werde bis 2030 auf ca. 25 % geschätzt.  Die lange Hauptstraße werde noch von drei großen Baulücken geprägt, was zu einem negativen Erscheinungsbild beitrage. Entwicklungsziele müssten sein: das vorhandene Angebot bündeln. Im Bebauungsplan Innenstadt werde eine höhere Gebäudehöhe angestrebt. Das Erdgeschoss muss zwingend gewerblich genutzt werden. Der Rudolf-Maschke-Platz mit seiner Scharnierfunktion werde leider für diese Möglichkeit noch nicht genutzt. Die Trossinger Innenstadt der Zukunft sollte Orte ausweisen, an denen man sich gerne begegnet.

Die von Sachkenntnis und Optimismus geprägten Ausführungen von Frau Irion gaben reichlich Anlass für eine ausgiebige Diskussion unter den ca. 40 Anwesenden. Andrea Lienhard bedankte sich mit einem kleinen Präsent für den hochinteressanten Ausblick durch die Bürgermeisterin auf „Trossingen morgen – eine Stadt im Umbruch“.

Walter Haas Kolpingsfamilie Trossingen