37. Familiensonntag 2019

Beim Familiensonntag berichtet Pfarrer Silvanus über die Gesundheitsstation in Uganda - Wetter spielt nicht mit

Von Robin Möß - Trossinger Zeitung

Das Wetter meinte es nicht gut, doch beim Familiensonntag der Kolpingfamilie auf dem Gauger ist dennoch fröhlich und ausgelassen gefeiert worden. Das Fest fand am Sonntag, 8. September 2019 bereits zum 37. Mal statt.

Ein Kraftakt ist die Organisation des Festes jedes Jahr aufs Neue - für alle Beteiligten. Nicht nur ein Gottesdienst musste vorbereitet werden, auch die Trossinger Bläserbuben, die Kolpingfamilie selbst und die weiteren Unterstützer in Sachen Gastronomie - die Metzgerei „Traub“ und das Centro Italiano - hatten alle Hände voll zu tun.

Bild Küche 300

 

Viel zu tun hat das Küchenteam
beim Familiensonntag.

 

 

 Foto: Robin Möß 

 

Vorsitzende Andrea Lienhard zählte so einige Aufgaben auf, die Zeit und Arbeit kosten und eigentlich gar nicht vermutet werden“. Da sind etwa die Zelte, die, insbesondere bei dem Regenwetter, gute Dienste erweisen und dazu erst aufgestellt werden müssen, das Besteck muss vorbereitet und gewickelt werden, alle nötigen Utensilien für den Gottesdienst müssen organisiert und platziert werden. Das Essen muss bei den Lieferanten bestellt werden - dieses Jahr Schnitzel und Pizzen zu Dutzenden. „Früher gab es auch Spaghetti vom Centro Italiano“, erinnerte sich Lienhard. Doch damit nicht genug: Hinzu kommt, dass die Kuchenspenden zusammengetragen werden müssen, der Kindernachmittag vorbereitet werden muss und die Helfer bereitstehen sollten. Und davon braucht es viele, denn in der Küche geht es rund. In der Regel kommen gut um die 150 Besucher, so Lienhard. Oft seien dann auch zahlreiche Kinder dabei.

Kindernachmittag fällt ins Wasser

Beides blieb dieses Jahr aber aus. „Klar, bei diesem Wetter kommen nicht sehr viele Leute“, stellte Andrea Lienhard fest. Der Kindernachmittag musste ausfallen. Eigentlich hätte es Kinderschminken, eine Hüpfburg und Ponyreiten der Reitschule Hoffmann geben sollen. „Heute lohnt es sich nicht und es ist zu nass“, bedauerte Lienhard. Der Sonnenschein zum Mittag - wie er die letzten Jahre verlässlich und regelmäßig gekommen sei - bleibt an diesem Sonntag aus.

Nichtsdestotrotz ließen es sich die Gäste und Pfarrer Silvanus Barikurungi, Ferienvertretung von Pfarrer Thomas Schmollinger, sowie zahlreiche Mitwirkende nicht nehmen, den Gottesdienst unter freiem Himmel - oder besser gesagt unter Zelten - zu feiern. Mit der Eucharistiefeier startete der Familiensonntag, außerdem gab es eine kleine Präsentation von Pfarrer Silvanus und Dr. Joachim Gollnau, die zusammen über das Engagement der Theresiengemeinde und dem Freundeskreis Uganda an der Gesundheitsstation TroGuDu in Afrika berichteten. Pfarrer Silvanus zog einen Vergleich über das Wohl seiner Heimat zwischen früher und heute. „Früher gab es jede Woche zwei bis drei Beerdigungen, meist Kinder - heute ist das nicht mehr so“, freute er sich und begründete dies mit dem durch das Hilfsprojekt deutlich verbesserten Zugang zu Medikamenten gegen beispielsweise Malaria oder Typhus, aber auch mit der Gesundheitsstation selbst, die besser zugänglich ist.

Nun gelte es, wieder Medikamente zu beschaffen. „2000 Euro benötigen wir“, so Gollnau. „Verhältnismäßig ist das günstig und wirkungsvoll: 700 bis 800 Menschen werden davon profitieren.“ Unterstützen wird dabei die am Fest gesammelte Kollekte - so soll auch der Familiensonntag in Uganda positive Spuren hinterlassen und seinen Teil dazu beitragen.

 

 

 

pixabay

Oktober-Impuls
Genieße die göttliche Gegenwart

May you enjoy divine presence –
Mögest du die göttliche Gegenwart genießen

Hat Euch das schon mal jemand gesagt? Im ersten Moment war ich perplex und dachte: ein bisschen sehr fromm. Die E-Mail, in der das stand, kam aus Ghana. Die Person, die mir das schrieb, kenne ich nicht persönlich, nur aus Mails. Dann las ich nochmal. Und beim zweiten Lesen wurde mir ganz warm ums Herz. Das ist nicht einfach eine Floskel. Und ich dachte: Was kann mir heute Besseres passieren als dieser Wunsch.

Was ich damit verbinde:
Ich bin eingehüllt in die göttliche Gegenwart – ich darf glauben und vertrauen, dass die göttliche Gegenwart mich umgibt. Nicht nur manchmal, sondern immer. Die ghanaischen Christen glauben genau das: Die gesamte Gegenwart ist von Gott umhüllt und erfüllt. Das habe ich bei meinen Besuchen dort als Geschenk für meinen Lebensweg empfangen: In diesem Vertrauen kann man leben, auch wenn man nicht auf der Sonnenseite des Lebens steht. Dann müsste ich es erst recht können.  Ich muss zugeben, dass ich es manchmal vergesse. Und wenn ich wieder daran denke, habe ich das Gefühl, etwas verpasst zu haben.

 

 

 

 

 

 

 

Die Reife eines Menschen zeigt
sich am Deutlichsten an dem Dienst,
den er in der Gemeinschaft leistet.

Pedro Arrupe

 

Kolpingwerk Deutschland Bundesvorstand

Es braucht ein mutiges und zielorientiertes gemeinsames Handeln!

Kolpingwerk Deutschland sieht Chancen in einem synodalen Weg

Einen „verbindlichen synodalen Weg“ haben die deutschen Bischöfe bei ihrer Vollversammlung in Lingen einstimmig beschlossen. Das Kolpingwerk bestärkt die Bischöfe, diesen Weg beherzt und überzeugend gemeinsam mit dem Volk Gottes zu gehen. Das Kolpingwerk fordert, dass der „synodale Weg“ klar strukturiert und transparent ist sowie definierte verbindliche Ziele verfolgt.

                        weiter in Text ----->