Veranstaltungen
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Marienandacht
Sonntag, 27 Mai 2018
Beginn: 17.00 Uhr Feldkreuz beim Kolpingheim auf dem Gauger

Die Mitglieder der Seelsorgeeinheit St. Theresia treffen sich in Gottes schöner Natur am Feldkreuz beim Kolpingheim zur Marienandacht.

 

Sommerfest
Samstag, 16. Juni 2018 Beginn: 18.30 Uhr
Kolpingheim auf dem Gauger

Die Mitglieder der Kolpingsfamilie, die Familienkreise und Freunde der Kolpingsfamilie treffen sich zum Sommerfest beim Kolpingheim. Dieses Fest ist auch ein Dankeschön an die Helfer beim Pfingstmarkt.

 

Sommercafé der Senioren
Mittwoch, 20. Juni 2018 Beginn: 14.30 Uhr
Kolpingheim auf dem Gauger

Die Kolpingsfamilie lädt die Senioren der Seelsorgeeinheit St. Theresia bei Kaffee und Kuchen zu einem kurzweiligen Nachmittag ins Kolpingheim ein.

 

Begegnungstag
der Familienkreise
Sonntag, 1. Juli 2018
Beginn: 14.00 Uhr
Kolpingheim auf dem Gauger

Die Mitglieder der verschiedenen Familienkreise treffen sich zu einem Nachmittag beim Kolpingheim auf dem Gauger. Hier besteht nun auch die Möglichkeit, sich zu neuen Gruppen zusammenzufinden.  Deshalb auch herzliche Einladung an junge Familie, die Interesse an der Gründung eines neuen Familienkreises haben. Dieser Sonntagnachmittag soll ein richtiger Schnuppertag für Interessierte sein.

 

Betriebsbesichtigung
Dienstag, 10. Juli 2018 Treffpunkt: 17.45 Uhr Gemeindehaus

Wir fahren heute in Fahrgemeinschaften zur Betriebsführung nach Aixheim und besuchen zusammen mit den Mitgliedern der Kolpingsfamilie Aixheim den Kolpingbruder, Heribert Faitsch. Heribert Faitsch führt den 1927 gegründeten Fensterbaubetrieb in 3. Generation.

 

 

Einsatz für den Frieden

Geistlicher Impuls des Kolping-Bundespräses Josef Holtkotte anlässlich des 400. Jahrestages des Prager Fenstersturzes

Der Dreißigjährige Krieg von 1618 bis 1648 war ein Konflikt um die Vorherrschaft im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation und in Europa und zugleich ein Religionskrieg. Als Auslöser des Krieges gilt der Prager Fenstersturz vom 23. Mai 1618, also heute vor 400 Jahren.

Am 24. Oktober 1648 endete der Krieg in Deutschland. Seine Feldzüge und Schlachten hatten überwiegend auf dem Gebiet des Heiligen Römischen Reiches stattgefunden. Die Kriegshandlungen selbst, aber auch die durch sie verursachten Hungersnöte und Seuchen verwüsteten und entvölkerten ganze Landstriche. In Teilen Süddeutschlands etwa überlebte nur ein Drittel der Bevölkerung. Nach den wirtschaftlichen und sozialen Verheerungen benötigten einige vom Krieg betroffene Territorien mehr als ein Jahrhundert, um sich von deren Folgen zu erholen. Die Erfahrungen der Kriegszeit führten zur Verankerung eines Kriegstraumas im kollektiven deutschen Gedächtnis.

Die Erinnerung an den Schrecken dieses Krieges möchte ich zum Anlass nehmen, um uns für unseren Einsatz für den Frieden zu bestärken. Unzählige weitere schreckliche Kriege hat es seit dem Dreißigjährige Krieg gegeben. Heute, jetzt, in diesem Moment, sterben Menschen in Kriegen auf der ganzen Welt.

Ich möchte zwei Passagen aus dem neuen apostolischen Schreiben Gaudete et Exsultate von Papst Franziskus zitieren. Er fordert uns darin auf, nicht nachzulassen, uns für den Frieden einzusetzen:

"Die Friedfertigen sind Quelle des Friedens, sie bauen Frieden und soziale Freundschaft auf. Denen, die sich darum bemühen, überall Frieden zu säen, macht Jesus eine schöne Verheißung: »Sie werden Kinder Gottes genannt werden« (Mt 5,9). Er trug seinen Jüngern auf, beim Betreten eines Hauses zu sagen: »Friede diesem Haus!« (Lk 10,5). Das Wort Gottes fordert jeden Gläubigen dazu auf, »zusammen mit allen« nach Frieden zu streben (vgl. 2 Tim 2,22), denn »die Frucht der Gerechtigkeit wird in Frieden für die gesät, die Frieden schaffen« (Jak 3,18). Wenn wir manchmal in unserer Gemeinschaft Zweifel darüber haben, was zu tun ist, dann »lasst uns also dem nachjagen, was dem Frieden dient« (Röm 14,19), denn die Einheit steht über dem Konflikt." (Absatz 88)

"Es ist nicht einfach, diesen Frieden des Evangeliums aufzubauen, der niemanden ausschließt, sondern der auch die einschließt, die etwas seltsam sind, die schwierigen und komplizierten Menschen, diejenigen, die nach Aufmerksamkeit verlangen, die verschieden sind, die vom Leben schwer getroffen wurden, die andere Interessen haben. Es ist hart und erfordert eine große Weite des Denkens und des Herzens, weil es nicht um »einen Konsens auf dem Papier […] oder einen oberflächlichen Frieden für eine glückliche Minderheit«[75] geht, noch um einen »Plan einiger weniger für einige wenige«.[76] Ebenso wenig geht es darum zu versuchen, die Konflikte zu ignorieren oder sie zu verschleiern, sondern um »die Bereitschaft, den Konflikt zu erleiden, ihn zu lösen und zum Ausgangspunkt eines neuen Prozesses zu machen«.[77] Es geht darum, Handwerker des Friedens zu sein, weil den Frieden aufzubauen eine Kunst ist, die Gelassenheit, Kreativität, Feingefühl und Geschicklichkeit erfordert. Um uns herum Frieden säen, das ist Heiligkeit. »Selig, die verfolgt werden um der Gerechtigkeit willen; denn ihnen gehört das Himmelreich.«" (Absatz 89)

Ein Gebet für Europa (von Carlo Maria Cardinal Martini (1927-2012) vom 26. Mai 2005) zeigt uns Wege zum Frieden:

Gebet für Europa

Vater der Menschheit,
Herr der Geschichte,

Sieh auf diesen Kontinent,
dem du die Philosophen,
die Gesetzgeber und die Weisen gesandt hast,
Vorläufer des Glaubens an deinen Sohn, der gestorben und wieder
auferstanden ist.
Sieh auf diese Völker, denen das Evangelium verkündet wurde,
durch Petrus und durch Paulus,
durch die Propheten, durch die Mönche und die Heiligen.
Sieh auf diese Landschaften,
getränkt mit dem Blut der Märtyrer,
berührt durch die Stimme der Reformatoren.
Sieh auf diese Völker, durch vielerlei Bande miteinander verbunden,
und getrennt durch den Hass und den Krieg.

Gib uns, dass wir uns einsetzen
für ein Europa des Geistes,
das nicht nur auf Wirtschaftsverträgen gegründet ist,
sondern auch auf Menschlichkeit und ewigen Werten:
Ein Europa, fähig zur Versöhnung,
zwischen Völkern und Kirchen,
bereit um den Fremden aufzunehmen,
respektvoll gegenüber jedweder Würde.

Gib uns, dass wir voll Vertrauen unsere Aufgabe annehmen,
jenes Bündnis zwischen den Völkern zu unterstützen und zu fördern,
durch das allen Kontinenten zuteil werden möge
die Gerechtigkeit und das Brot,
die Freiheit und der Frieden.

 

 

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